Was ist los bei Red Bulls Fahrerschmiede?

Wo es bei den Red Bull Junioren momentan mangelt 

Auch in der Formel-2 ist die Konkurrenz haushoch

Es ist schon fast eine Art von Trauerspiel: Seit Yuki Tsunoda im Dezember 2020 im Alpha Tauri sein Debüt gegeben hat, konnte sich keiner aus dem Red Bull Fahrer Pool nach vorne arbeiten. Externe Lösungen wie jene von Nyck De Vries und Sergio Perez müssen herangezogen werden. Das soll natürlich nicht heißen, dass ich den Herrschafften ihr Talent absprechen möchte, aber es ist schon seltsam, wenn man weiß, wie intensiv die Fahrerausbildung ist. Nur die Harten kommen in den Garten mag die Devise sein, aber am Ende des Tages mangelt es an vielem in der Fahrerschmiede des Brauseherstellers.

Vorab, Dr. Helmut Marko ist meiner Meinung nach kein Tyrann, der Fahrer verscheucht, sondern ein aufrichtiger Kerl, der die nötige Ehrlichkeit und Rationalität für den Job mittbringt. Es ist kein Zuckerschlecken, Formel-1-Pilot zu sein. Der Druck: unbeschreiblich hoch! Von Fans, Funktionären, Familien und Freunden gehen enorme Erwartungen einher. Ich nehme an, dass viele Probleme haben, dieses Talent gut umzumünzen. Die Klarheit im Kopf zu bewahren! Das Interesse an der eigenen Person nimmt zu. 

Dennis Hauger wurde vor einigen Jahren als der nächste Verstappen bekannt. War er doch in den Jahren in der Formel-3 ein starker Gegner. Ich hatte die Ehre, mit ihm bereits zusammen zu arbeiten. Letztes Jahr hatte er einen ziemlichen Durchhänger. Statt konstanter Ergebnisse kam er in Ausnahmefällen auf das Podium. "Consitency is key" ist ein alter Spruch im Motorsport. Wir sahen es bei Fahrern wie Albon oder Gasly in ihrer Zeit neben Verstappen. Beide sind, wobei ich bei Gasly mehr überzeugt bin, hochtalentierte Piloten, aber auch unter Drucksituationen müssen sie ihr Können unter Beweis stellen. Was ich mir vom jungen Norweger erwarte, ist ganz klar ein Top-5-Finish in der Meisterschaft und jeder weiß, dass er dazu fähig ist. Mit MP Motorsport hat er zusätzlich das beste Material im Feld.

Liam Lawson traue ich zu, nächstes Jahr F1 zu fahren, unter der Bedingung, dass er die Konkurrenz in Japan unter Kontrolle hält.

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